Unser Projekt trägt den Titel "Tanz dich frei"(Darauf einigten sich die Mitwirkenden.) und soll mit einer Aufführung zum Schulfest enden.
Eine Überlegung für das Vorhaben war, Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen und mit unterschiedlichen Voraussetzungen(Körperbau, Musikalität, Bewegungsvermögen)den Tanz
als eine Form der nonverbalen Kommunikation(Bewegung, Körperhaltung, Mimik und Gestik) nahe- zubringen.
Die Teilnehmerinnen sollten erfahren, welche Möglichkeiten sie mit ihrem "Instrument Körper" besitzen.
Ausgewählt wurden Musiktitel unterschiedlicher Richtungen und mit unterschiedlichem tänzerischen Anspruch. Außer dem Gesellschaftstanz "Langsamer Walzer" mit festen Grundschritten und der Anforderung des Führens sind es "junge" Titel, welche die Schülerinnen aus ihrem musikalischen Alltag kennen. So z.B."Low" mit Hip-Hop und Jazzdance-Elementen oder der "Crazy Foot Mambo" mit lateinamerikanischen Einflüssen wie Rumba und Mambo.Dem Titel unseres Projekts entsprechend also Tänze, deren Rhythmus mitreißt, die Lebensfreude, Unbeschwertheit und Energie versprühen.
Die Rahmenhandlung beinhaltet Elemente des Ausdruckstanzes. Hier kommt es darauf an, dem Partner durch Bewegung, Haltung, Mimik und Gestik Emotionen zu zeigen und Situationen zu gestalten.
Die Schüler lernen dabei nicht nur die eigene Körpersprache für sich zu nutzen, sie erfahren auch mehr über ihre Mitmenschen. Diese Erfahrungswerte sind dienlich bei der gewaltfreien Bewältigung von Konflikten, denn wenn das Gegenüber besser eingeschätzt werden kann, reagiert man gefasster und selbstsicherer.Das Tanzen soll aber nicht nur mit dem Künstlerisch-Ästhetischen verbunden , sondern auch als eine Vorbereitung auf das Leben in der Leistungsgesellschaft gesehen werden. Tanzen fördert das soziale Miteinander ganz ohne Gewalt. Im Projekt lernen die Mädchen sich aufeinander einzustellen und Rücksicht zu nehmen.Sie erkennen, dass sie in der Gruppe nur so stark sind wie ihr "schwächstes Glied". Die gegenseitige Akzeptanz trotz aller Unterschiede wächst.
Die Freude am Tanzen fördert aber auch, wie in unserem Projekt dargestellt, den Abbau von Stress, was von großer Bedeutung für die Bewältigung nicht nur äußerer, sondern auch innerer Konflikte ist. Ausgeglichene Persönlichkeiten gehen wesentlich rationaler und somit effektiver an die Lösung von Problemen heran. Das unterstützt beim Lernen und strahlt positiv auf das Umfeld aus.
In unserem Tanzbild erzählen wir von einem Mädchen, welches von Leistungsdruck und Versagensängsten geplagt, einer Gruppe tanzender junger Leute begegnet. Sie beobachtet, wie ungezwungen und fröhlich die Tanzenden miteinander umgehen. Nach der Aufforderung mitzutanzen, wagt sie erste Schritte. Im weiteren Verlauf zeigen wir, wie das Mädchen durch das Erleben des Tanzens und der Gemeinschaft wieder Freude am Lernen findet. Das Leben ist für sie wieder spannend geworden.
In die Rahmenhandlung eingebettet sind zwei Songs, die jeweils die Gefühlswelt des Mädchens widerspiegeln, und die Gruppentänze. In den finalen Tanztitel "Crazy Foot Mambo" sollen die Zuschauer einbezogen werden.