Beiträge 2014/2015

Die Frage "Was mache ich nach der Schule?" wird wohl in den Köpfen aller Schüler vertreten sein. Wie wäre es mit einem Jahr im Ausland? Mit dieser Thematik beschäftigten sich am 27. Januar die besten Englischschüler, je vier aus den Klassenstufen sieben bis elf, bei der alljährlichen Englischolympiade. Angelehnt an das Motto dieses Schuljahres, "Mit Schule Zukunft gestalten", mussten sich die Kandidaten in vier Gruppen mit je fünf Mitgliedern in einen Austauschschüler hineinversetzen, der sich die Frage "A gap year in Texas?" (Ein Auslandsjahr in Texas?) stellt, welche das große Thema dieser Olympiade war.

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Doch bevor es dazu kam, arbeitete jede Klassenstufe eigenständig die vorgegebenen Aufgaben durch, wozu ihnen die beiden Informatikräume zur Verfügung standen und die Zusammenarbeit mit einem Partner gewährt wurde. Doch bedacht sei, dass man später als Konkurrenten auseinander geht. Durch eine Losung wurden die Gruppen festgelegt, die am Ende des Tages ihre Ergebnisse in Form einer Präsentation vor der Jury, bestehend aus unserer ehemaligen Englischlehrerin Frau Muff, Frau Schentschischin, Frau Wiehler und den beiden Zwölftklässlerinnen Anna Strauß und Laura Nelte, vorstellten. Peter Schwerin bereitete sich für die Moderation der einzelnen Präsentationen während der Arbeitszeit der Gruppen vor und führte anschließend durch das Programm des Wettbewerbs.

Die Kandidaten der siebten Klassen mussten sich bedingt durch die hohe Schüleranzahl mit einem Vorausscheid für den Wettbewerb qualifizieren. Sie beschäftigten sich, wie auch die Jahre zuvor, mit unserem Schlossgymnasium, wobei sie mit allgemeinen Informationen ein kurzes Schulprofil entwickelten. Es mag merkwürdig klingen, was unsere Schule mit Texas zu tun haben könnte, doch genau in diesem Rätsel ist das Geschick der Schüler gefragt, inwiefern sie diese beiden Komponenten miteinander verbinden.

Die Klassenstufe acht stellte die Berry Middle School, gelegen in der texanischen Stadt Mesquite, vor und zog einen Vergleich mit der unseren. Dabei gehen sie auf die Normen und Regeln beider Schulen ein, so befinden sie beispielsweise den "Dress Code" in der Berry Middle School, man dürfe unter anderem keine Jeans tragen und müsse darauf achten, dass T-Shirts in den Hosen stecken, als unangebracht. Jeder sollte seinen Stil ausleben dürfen.

Die Neuntklässler trugen die amerikanischen Feiertage zusammen und verglichen einige mit denen der Deutschen. Das Erntedankfest (Amerika: Thanksgiving) oder auch Weihnachten boten sich hier für eine genaue Beschreibung der Rituale und Bräuche der beiden Nationen an. Außerdem stand es ihnen zur Aufgabe, ihren amerikanischen Lieblingsfeiertag zu finden und den in seinen Besonderheiten näher zu erläutern. So wurde der „Independence Day“ oder auch der "New Years Day" hervorgehoben.

Die Zehntklässler entwickelten einen Verhaltens-Führer, um in den USA möglichst viele Fettnäpfchen zu vermeiden. Unter "Do´s and Dont´s" zeigten sie, was den amerikanischen Umgang zwischen den Menschen ausmacht, wobei Höflichkeit – wie auch in Deutschland – die höchste Priorität besitzt.

Die Schüler der Jahrgangsstufe elf waren die Gruppenleiter. Ihr Aufgabengebiet beschäftigte sich Einwanderungspolitik in Texas, mit der sie auf die Anzahl der dort lebenden Emigranten aufmerksam machten und Möglichkeiten für einen längerfristigen Aufenthalt aufführten.

Die Resultate sprechen für sich und eines ist auffällig: Der einfache Vortrag, bei dem einer nach dem anderen seinen Part präsentiert, ist längst nicht mehr aktuell. Die Kandidaten dieses Wettbewerbs ließen ihrer Kreativität freien Lauf und entschieden sich stattdessen für eine Art Rollenspiel. Und das sehr umfangreich, sodass sie sich beispielsweise eine Gruppe in Form einer Unterrichtsstunde präsent zeigte, indem der Lehrer die Schüler zum Vortragen ihrer erledigten Hausaufgaben aufrief und so jeder seine Ergebnisse vorstellen konnte. Eine andere Gruppe zog ihren Wettbewerbsbeitrag als Talkshow auf, in der der Showmaster seine Gäste zu den vorgegebenen Themengebieten befragte.

Sieger der Englischolympiade 2015 sind Tom Hingst, Laura Ansorge, Nele Kroll, Anna Knoth und Anna Dahlke und erhalten somit einen Gutschein im Wert von 30 € für den Elektrofachmarkt Media Markt. Sie zeigten ihr schauspielerisches Talent indem sie eine Gastfamilie darstellten, die ihre Austauschschüler begrüßte. Auch in diesem Jahr wurde eine Einzelleistung ausgezeichnet, womit Anna Ansorge einen zweiten Preis entgegennahm. Als kleine Überraschung präsentierten Nele Kroll, Anne Brechlin, Saskia Dümmler und Hannes Krüger ihren Beitrag für den Bundeswettbewerb der Fremdsprachen. Dafür drehten sie ein Video über den Everglades-Nationalpark, gelegen im Süden des US-Bundesstaats Florida, wo Touristen, geführt von einem Ranger, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erkunden.