Beiträge 2014/2015

Das gab es noch nie: 72 Sechstklässler nahmen am traditionellen Schnuppertag des Schlossgymnasiums Gützkow am Freitag, dem 23. Januar, teil. Die Grundidee dieses Tages ist, dass Lehrer und Schüler von ihrer Arbeit an der Schule überzeugen wollen.

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"Das Besondere an der hohen Anmeldezahl ist, dass wir vor ein paar Jahren mit möglichst vielen Schülern um den Erhalt unserer Schule kämpfen mussten. Dieses Problem haben wir heute nicht mehr", sagt Kathlen Bahls, Lehrerin für Deutsch und Englisch sowie Mitorganisatorin dieser Veranstaltung. Dies macht sich durch die Dreizügigkeit der jetzigen siebten Klassen deutlich, was allem Anschein nach auch im nächsten Schuljahr eintreffen wird. Der Grund für das steigende Interesse am Schlossgymnasium liegt allem voran an der Kreisgebietsreform, da sich nun auch Loitz mit im Einzugsbereich der Schüler befindet, zum Anderen sind es die steigenden Geburtenzahlen, aber auch der gute Ruf der Schule. "Mittlerweile begrüßen wir hier bereits die Kinder ehemaliger Schüler. Das spricht schon für sich", freut sich Bahls.

Der Tag stattete sich so ab, dass nach der Begrüßung die Lehrer Kathlen Bahls und Petra Laase mit Hilfe einiger Zwölftklässlerinnen und Unterstützung von Schulsozialarbeiterin Gabriele Both eine Rallye durch Schule veranstalteten, in der die Schüler Fragen zum Schulgeschehen beantworten mussten, um am Ende des Tages das Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am Schnuppertag zu bekommen. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es dann für die Schüler in vier Gruppen in den Schnupperunterricht. Anstatt sie mit der Wahl der zweiten Fremdsprache ins kalte Wasser zu werfen, hatten sie die Möglichkeit im Wechsel von je 20 Minuten, Französisch, Latein und Russisch kennenzulernen.

Ein besonderes Anliegen der Schule war es, dass man den zukünftigen Gymnasiasten den Bilingualen (zweisprachig) Unterricht, kurz "Bili", vorstellte. Dies ist ein Zusatzunterricht zur Forderung der Englischkenntnisse, der sich in den ersten zwei Jahren mit Geografie auf Englisch beschäftigt, dann in Wirtschaftsenglisch übergeht und in den letzten beiden Jahren das darstellende Spiel (Szenentheater) anbietet. Am Ende dieses Kurses haben die Schüler die Möglichkeit das "Certi Lingua" zu absolvieren, welches eine Zusatzqualifikation ist und ihnen an manchen Universitäten die Spracheignungsprüfung erspart. Die Schüler können zwischen dem bilingualen und naturwissenschaftlichen Forderunterricht wählen.

Der letzte Block des Tages bot ebenfalls Schnupperunterricht an, indem die Schüler zwischen Biologie, Chemie und Sport wählen konnten. Die Schüler scheinen begeistert: "Ich fand, dass Bili sehr gut erklärt wurde. Außerdem werde ich Latein machen. Die Schule gefällt mir besser als meine alte", sagt Thore Block (12). "Ich finde es toll, wie die Lehrer den Unterricht hier machen. Besonders Biologie gefällt mir. Ich freue mich auf meine Schulzeit hier", so Max Breitsprecher (11). Diese Euphorie kann die Schulsozialarbeiterin Gabriele Both nur bestätigen: "Alle waren motiviert und haben viel nachgefragt."