Beiträge 2015/2016

Gützkow. "Die Schädigungen durch Cybermobbing sind um ein Vielfaches schlimmer und langfristiger als durch klassisches Mobbing, da sich die Betroffenen dem nicht entziehen können", erklärt Mario Tschirn, Präventionsberater der Polizeiinspektion Anklam. Er überreichte dem Schlossgymnasium Gützkow einen Check in Höhe von 150 Euro zur Ehrung des Projektes "Cybermobbing".

Antenne MV, die AOK Nordost, das Landeskriminalamt MV, der Landessportbund MV, die Provinzial Nord Brandkasse sowie das Landesmarketing MV sind die Partner der Organisation "Wir für MV – fit und sicher in die Zukunft", die jährlich einen Wettbewerb für eingereichte schulische Projekte veranstaltet. Finanziell unterstützt wird dieses Konzept durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung.

Die Schulsozialarbeiterin Gabriele Both organisiert das Projekt "Cybermobbing", das seit 2002 jährlich in den siebten Klassen des Gymnasiums durchgeführt wird, um über den Psychoterror im Internet, dessen Folgen und Vorbeugung aufzuklären. Die Kontinuität und Intensität dieser Veranstaltungen garantieren die erfolgreiche Teilnahme am Schulwettbewerb und werden durch die Spende geehrt.

"Uns ist es wichtig, die Schüler im Leben zu begleiten und auf die Gefahren der Medien aufmerksam zu machen", so Tschirn. Er führt regelmäßig das Cybermobbingprojekt mit den Schülern sowie mit deren Eltern durch. Gesa Stückmann, Fachanwältin für Soziale Netzwerke und Internet, schaltet sich dabei durch ein Web-Seminar dazu, um bei juristischen Fragen Rede und Antwort zu stehen.

Studien belegen, dass die psychische Belastung solcher Mobbingfälle bis ins Erwachsenenalter anhalten kann. Demnach wird ein Drittel ebenfalls zum Täter, während der Rest entweder den Weg aus der Belästigung herausfindet oder ein Leben lang Opfer bleibt.