Beiträge 2015/2016

Europa – Kontinent, Gemeinschaftsbund, Wirtschaftsmacht. Am 02. Mai war der Name wieder einmal Programm. Der alljährliche Europatag gibt den Gymnasiasten die Möglichkeit in verschiedenen Projekten über ihren Heimatkontinent nachzudenken, sei es in der Präsentation von einzelnen Ländern oder in Workshops über den Gemeinschaftssinn der Nationalitäten.

Raus von zu Haus und rein ins Ausland – so hieß es im ersten Programmteil der Zehntklässler. Studenten aus dem Europäischen Integrationszentrum Rostock (EIZ) waren zu Besuch um den angehenden Abiturienten die Organisation "eurodesk" vorzustellen, die zahlreiche Auslandsaufenthalte für junge Menschen ermöglicht. Dabei wurde nicht nur geklärt, wie man eine Zeit im Ausland verbringen kann, sondern auch warum man sich überhaupt dafür entscheidet. Im zweiten Teil des Tages beschäftigten sich die Zehntklässler gemeinsam mit Studenten der Universität Greifswald mit der Migration von Flüchtlingen. Die angereisten Referenten gehören dem Projekt "verquer" des Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. an, welches sich für internationale Begegnungen und ein solidarisches Miteinander engagiert. Die Schüler kamen ins Gespräch über die Gründe für die Migration und die Situation in den Flüchtlingsheimen, räumten aber auch Vorurteile auf und warfen einen Blick darauf, wie die Europäische Union mit der Flüchtlingsproblematik umgeht. So kam es zu einer Diskussion über die Agentur "Frontex", die den Schutz der europäischen Außengrenzen zur Aufgabe hat.

Die Klassenstufe 11 beschäftigte sich in Workshops mit der Europäischen Union. Dazu kamen Studenten von der Friedrich-Ebert-Stiftung aus Leipzig angereist um unter dem Motto "Die EU und Du" mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Besonders interessant war dabei, wo jeder Einzelne die EU im Alltag erfährt. Die Erkenntnisse, dass der Frieden, die Reisefreiheit, die verschiedensten Förderprogramme, ja sogar die saubere Luft und das reine Trinkwasser, Ergebnisse aus den Beschlüssen dieser europäischen Gemeinschaftsinstitution sind, schien die Interaktion zwischen den Referenten und Schülern zu beleben. Anschließend lernten sie den ehemaligen Abgeordneten des Europäischen Parlaments André Brie kennen. Er erzählte von seiner politischen Karriere in der EU sowie von seinen zahlreichen Besuchen in den Kriegsgebieten unter anderem im Irak und in Afghanistan. Der Linkenpolitiker, der jetzt im Landtag in M-V sitzt, stand für Rede und Antwort parat und stellte auch sein Buch "Frieden kriegt man nicht!" vor.